Studentin aus der Partnerstadt erlebte närrisches Friedrichshafen
„Gockelores – Kikeriki“ – der Gruß der Seegockel klang nach einem Tag in Friedrichshafen aus dem Mund von Luisa Passino schon ganz professionell. Einen „Carnevale“ dieser Wildheit mit solchen Masken kannte Luisa von Italien nicht. Den Carneval von Venedig oder den auch in Imperia üblichen Kinderfasching – ja das kannte die 19jährige Studentin schon. Sie
war nun auf Einladung des Vereins „Amici di Imperia“ eine Woche am Bodensee, und konnte hier die alemannische Fasnet erleben.

Das Programm für sie begann mit dem Rathaussturm am Schmotzigen Donnerstag. Ein kurzer Besuch im Rathaus beim verkleideten Team der Bürgermeister und ein Foto mit Oberbürgemeister Simon Blümcke waren ein erster Auftakt zu dem bunten Treiben der süddeutschen „Fasnet“. Abends dann ein erster Höhepunkt mit dem Hemdglonkerumzug in Konstanz. Luisa
staunte über die fröhliche und freundliche Stimmung der vielen Menschen in den engen Gassen.
Den Narrenumzug vom Samstag in Friedrichshafen konnte sie zusammen mit anderen Narren auf der Tribüne der Narrenzunft Seegockel verfolgen. Ihr Handy kam nicht zur Ruhe vor lauter Videos, die sie von den Maskengruppen machte, die stundenlang vorbeizogen. Ein interessanter Tag wurde dann der Rosenmontag, als sie in einer Familie beim Herstellen von Fasnetsküchle die verschiedenen Arten dieses typischen Gebäcks kennenlernte.

„Ich bin zum zweiten Mal in Friedrichshafen und kann nur wiederholen, wie
glücklich ich bin, diese wunderbare Gelegenheit zu haben, nicht nur, weil es eine großartige Möglichkeit ist, in die deutsche Kultur einzutauchen, sondern auch, weil die Stadt wirklich sehr schön ist, die Menschen freundlich und großzügig sind und mir viele Erfahrungen ermöglicht haben, sowohl in der Stadt als auch in der Umgebung, am Bodensee.“
Luisa Passino hat diese Einladung nach Friedrichshafen vom Partnerschaftsverein als Geschenk erhalten, weil sie im Abitur 2025 die beste Note im Fach Deutsch erreichte. Die „Amici di Imperia“ möchten damit eine Belohnung für Schülerinnen und Schüler in Imperia vergeben und den Deutschunterricht unterstützen.
Luisa besuchte in dieser Woche am See auch Ravensburg und das Kunstmuseum sowie die Stadt Sankt Gallen. Sie kennt jetzt viele Orte in der Bodenseeregion. Aber auch typische Gerichte wie Maultaschen, Zwiebelrostbraten oder Kässpätzle wird sie nicht mehr vergessen. So fremde kulinarische Genüsse wie die Bratwurst im Brötchen, Krautschupfnudeln und Glühwein schreckten die neugierige Studentin aus Imperia überhaupt
nicht ab. „Ich werde auf jeden Fall schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen, die ich mit Freunden und Familie teilen kann, insbesondere an die berühmte Fasnacht (den traditionellen Karneval in Süddeutschland). In dieser Zeit ist die Atmosphäre unbeschreiblich und es lohnt sich wirklich, sie selbst zu erleben.“ Am Aschermittwoch ging es zurück an ihre Universität in Turin, wo Luisa „Internationales Recht“ studiert. Vom Bodensee, der Partnerstadt Friedrichshafen und der Fröhlichkeit der Fasnet wird sie noch viel zu erzählen haben. „Ich hoffe, nächstes Jahr wiederzukommen, noch besser mit Kostümen ausgestattet und immer bereit, die berühmten Fasnetsküchle zu essen. Ich kann nur sagen: Gockelores-Kikeri“

In diesem Jahr werden wir wieder einen solchen Aufenthalt an den / die Schüler/in mit der besten Note im Deutschabitur vergeben. Wenn es bei einem unserer Mitglieder eine mögliche Unterkunft gibt, und auch wenn sich Personen finden, die das Programm begleiten möchten – bitte beim Vorstand melden.
