Bilder von Matthias Keller in der „Galleria il Rondò“
Der Friedrichshafener Künstler Matthias Keller stellt seine jüngsten Werke unter dem Titel „Malerei zwischen Konstruktion und Dekonstruktion“ in der Stadt Imperia aus. Mit Unterstützung der beiden Partnerschaftsvereine – Amici di Friedrichshafen und Amici di Imperia – sowie durch Unterstützung aus beiden Partnerstädten wurde diese Ausstellung möglich.
Zur Vernissage und der Einführung durch Josef Büchelmeier kamen am Mittwoch, 27. Mai 2026, zahlreiche Kunstfreunde und Künstler aus Imperia und Umgebung; einige waren sogar aus Friedrichshafen angereist. Zwei Jugendliche des „Open Orchestra“ von Marco Reghezza gaben der Eröffnungsveranstaltung eine musikalische Note.
Den Text zur Eröffnung können Sie sowohl hier als auch in der Ausstellung selbst hören.
Die Bilder von Matthias Keller bestechen durch verführerische Farbgebung und ihre geometrischen Formen, die den Betrachter herausfordern sollen. Trotz der Schönheit auf den ersten Blick möchte der Künstler auch Schrecken, Chaos und Verwirrung auslösen.
Die Ausstellung wird bis zum Sonntag, 28. Juni in Imperia jeweils am Freitag, Samstag und Sonntag von 17-20 Uhr zu sehen sein. Die Galleria Il Rondò befindet sich an der Piazza Dante im Stadtteil Oneglia. Die Betreuung teilen sich die beiden Partnerschaftsvereine.
Am 1. Mai fuhr das Sinfonieorchester Friedrichshafen um 6 Uhr am Bodensee los und spielte um 21 Uhr am selben Tag ein glanzvolles Konzert in der Basilica San Giovanni von Oneglia am Mittelmeer.
Die Kirche war rappelvoll, der Bürgermeister Scajola und seine Frau waren anwesend, es war ein sehr schönes Zeichen der Verbundenheit zwischen Friedrichshafen und Imperia.
Am Tag drauf konzertierten die Musiker nochmals in Sanremo – diesmal in der Lutheranischen Kirche (siehe Titelbild). Auch hier in einer kleineren, aber vollen Kirche. Alles war möglich durch unsere guten Kontakte, die Unterstützung der „Amici di Friedrichshafen“ – auch durch manche Aktion im Hintergrund – so hatte zum Beispiel der Journalist Marco Vallarino genau passende Artikel vorab veröffentlicht. Übrigens konnte der Bus mit den wertvollen Instrumenten durch die Vermittlung von Maurizio Mammino (Amici di Friedrichshafen) dreimal kostenlos und gesichert im Hof der Firma OlioCarli „übernachten“.
Hermann Locher bei der Einführung zum Konzert
Die Musikerinnen und Musiker des Sinfonieorchesters Friedrichshafen und Direktor Joachim Trost waren am Ende der Reise sehr zufrieden mit den Auftritten am Mittelmeer und allen Erlebnissen. Hier möchte ich noch ein Lob an Groh-Reisen loswerden; Gerhard Groh hat für diese Konzertreise viel geleistet, was nicht immer einfach war. Pfarrer Don Alessandro Ferrua hatte als Geschenk ein aktuelles Foto des Konzerts vorbereiten lassen und nach dem Konzert allen Mitwirkenden je ein Foto überreicht.
Studentin aus der Partnerstadt erlebte närrisches Friedrichshafen
„Gockelores – Kikeriki“ – der Gruß der Seegockel klang nach einem Tag in Friedrichshafen aus dem Mund von Luisa Passino schon ganz professionell. Einen „Carnevale“ dieser Wildheit mit solchen Masken kannte Luisa von Italien nicht. Den Carneval von Venedig oder den auch in Imperia üblichen Kinderfasching – ja das kannte die 19jährige Studentin schon. Sie war nun auf Einladung des Vereins „Amici di Imperia“ eine Woche am Bodensee, und konnte hier die alemannische Fasnet erleben.
Das Programm für sie begann mit dem Rathaussturm am Schmotzigen Donnerstag. Ein kurzer Besuch im Rathaus beim verkleideten Team der Bürgermeister und ein Foto mit Oberbürgemeister Simon Blümcke waren ein erster Auftakt zu dem bunten Treiben der süddeutschen „Fasnet“. Abends dann ein erster Höhepunkt mit dem Hemdglonkerumzug in Konstanz. Luisa staunte über die fröhliche und freundliche Stimmung der vielen Menschen in den engen Gassen.
Den Narrenumzug vom Samstag in Friedrichshafen konnte sie zusammen mit anderen Narren auf der Tribüne der Narrenzunft Seegockel verfolgen. Ihr Handy kam nicht zur Ruhe vor lauter Videos, die sie von den Maskengruppen machte, die stundenlang vorbeizogen. Ein interessanter Tag wurde dann der Rosenmontag, als sie in einer Familie beim Herstellen von Fasnetsküchle die verschiedenen Arten dieses typischen Gebäcks kennenlernte.
„Ich bin zum zweiten Mal in Friedrichshafen und kann nur wiederholen, wie glücklich ich bin, diese wunderbare Gelegenheit zu haben, nicht nur, weil es eine großartige Möglichkeit ist, in die deutsche Kultur einzutauchen, sondern auch, weil die Stadt wirklich sehr schön ist, die Menschen freundlich und großzügig sind und mir viele Erfahrungen ermöglicht haben, sowohl in der Stadt als auch in der Umgebung, am Bodensee.“
Luisa Passino hat diese Einladung nach Friedrichshafen vom Partnerschaftsverein als Geschenk erhalten, weil sie im Abitur 2025 die beste Note im Fach Deutsch erreichte. Die „Amici di Imperia“ möchten damit eine Belohnung für Schülerinnen und Schüler in Imperia vergeben und den Deutschunterricht unterstützen.
Luisa besuchte in dieser Woche am See auch Ravensburg und das Kunstmuseum sowie die Stadt Sankt Gallen. Sie kennt jetzt viele Orte in der Bodenseeregion. Aber auch typische Gerichte wie Maultaschen, Zwiebelrostbraten oder Kässpätzle wird sie nicht mehr vergessen. So fremde kulinarische Genüsse wie die Bratwurst im Brötchen, Krautschupfnudeln und Glühwein schreckten die neugierige Studentin aus Imperia überhaupt nicht ab. „Ich werde auf jeden Fall schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen, die ich mit Freunden und Familie teilen kann, insbesondere an die berühmte Fasnacht (den traditionellen Karneval in Süddeutschland). In dieser Zeit ist die Atmosphäre unbeschreiblich und es lohnt sich wirklich, sie selbst zu erleben.“ Am Aschermittwoch ging es zurück an ihre Universität in Turin, wo Luisa „Internationales Recht“ studiert. Vom Bodensee, der Partnerstadt Friedrichshafen und der Fröhlichkeit der Fasnet wird sie noch viel zu erzählen haben. „Ich hoffe, nächstes Jahr wiederzukommen, noch besser mit Kostümen ausgestattet und immer bereit, die berühmten Fasnetsküchle zu essen. Ich kann nur sagen: Gockelores-Kikeri“
In diesem Jahr werden wir wieder einen solchen Aufenthalt an den / die Schüler/in mit der besten Note im Deutschabitur vergeben. Wenn es bei einem unserer Mitglieder eine mögliche Unterkunft gibt, und auch wenn sich Personen finden, die das Programm begleiten möchten – bitte beim Vorstand melden.
Focaccia und mehr mit Patrizia und „Amici di Imperia“
„Kneten, falten und dann wieder ruhen lassen!“ Mit diesen Anleitungen konnte Patrizia Carbone beim Kochkurs der „Amici di Imperia“ ihr Publikum zu einer perfekten Focaccia führen. Die war dann der Hochgenuss nach über drei Stunden Arbeit. Patrizia aus Imperia begeisterte die 30 Amateure mit ihren Tipps und Rezepten für Tagliatelle, Gobeletti und der typischen Genueser Focaccia. Denn es ging fröhlich zu und mancher musste lachen, wenn Patrizia den aufgegangenen Hefeteig mit einem weichen Kinderpopo verglich, den man gut behandeln müsse.
Der Verein der Amici di Imperia hatte den Kochkurs mit Patrizia Carbone im Kochstudio der VHS-Friedrichshafen organisiert und auch viele Produkte aus Imperia und Ligurien eingebunden. Es waren vor allem diverse Soßen, die es seit kurzem auch in Friedrichshafen zu kaufen gibt. Die ligurische Partnerstadt am Mittelmeer wurde in diesen drei Kochkursen kulinarisch erfahrbar und die Teilnehmer tauschten auch Erlebnisse ihrer Reisen nach Imperia aus. Natürlich verwendete Patrizia viel Olivenöl und das Öl, seine Herstellung, Qualität und richtige Verwendung war immer wieder Thema in den Gesprächen. Patrizias Rat: Man muss wissen, woher es kommt, und es kann ehrlicherweise nicht unter 20 Euro pro Liter kosten. Natürlich muss es einem auch schmecken.
Die vier Stunden des Kurses vergingen wie im Flug und der Gebrauch verschiedener Geräte war für die meisten Teilnehmer interessantes Neuland. So etwa, wenn der fein ausgerollte Nudelteig durch die Drahtsaiten der „Chitarra“ gedrückt wurde. Oder wenn mit hölzernen Stempeln die Corzetti entstanden, die an die Wappen der Genueser Adligen erinnern. Beim gemeinsamen Essen gab es dann noch viele Themen und Vergleiche mit dem Spätzleteig der Schwaben und Diskussionen über „al dente“ und andere Küchenphilosophien aus Italien.
Das war wohl nicht der letzte Kochkurs mit Patrizia in Friedrichshafen. Zufrieden aber „geschafft“ versprach Patrizia, im kommenden Jahr mit neuen Rezepten wieder nach Friedrichshafen zu kommen. Die „Amici di Imperia“ werden das im Programm 2026 bereits einplanen.
Patrizia Carbone aus Imperia begeisterte in drei Kochkursen im Kochstudio der VHS-Friedrichshafen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Rezepten der ligurischen Küche. Zum Beispiel mit der echten Genueser Focaccia oder Tagliatelle von der „Chitarra“.
Am Observatorium ➚ von Imperia bzw. Porto Mauricio 🇮🇹 wird das aktuelle Wetter beobachtet.
Diese Wetterstation zählt zu den ältesten Einrichtungen ihrer Art in Italien. Gleichzeitig ist es auch noch eine Beobachtungsstation für Erdbeben. Die Wassertemperatur des Meeres und viele weitere Daten werden hier seit über 100 Jahren gesammelt und dokumentiert.
Die Sammlung in der Wetterwarte besitzt zahlreiche alte Messgeräte – unter anderem eines von Dornier. Das Observatorium wird in diesen Tagen mit einer besonderen Urkunde vom Weltverband der Wetterstationen für seine langjährige Arbeit geehrt.
Nicola Podestà, Vorsitzender der „Amici di Friedrichshafen“, ist mit einem kleinen Team verantwortlich für diese Einrichtung und bereitet gerade eine spannende Ausstellung vor.
Eine absolute Besonderheit ist die 360-Grad-Kamera, die man im Internet verfolgen kann. Diese Kamera zeigt Tag und Nacht alle 15-20 Sekunden ein neues Bild von Imperia – vom Hafen Porto Maurizio über den Dom, weiter mit einem Blick ins Hinterland und wieder zurück zum Hafen von Oneglia. Alles ist live. Die Schiffe, die Wellen, die Wolken sind in Echtzeit zu sehen.
Wie schon in den vergangenen Jahren haben wir auch dieses Jahr zusammen mit dem „Liceo Amoretti“ in Imperia einen Preis ausgelobt für die beste Abiturprüfung im Fach Deutsch. Zusammen mit dem Deutschlehrer Aldo Fimiani und der Schulleiterin Beatrice Pramaggiore wurde für 2025 die Schülerin Luisa Passino ausgezeichnet.
Sie beginnt im Herbst ihr Studium „Internationales Recht“ in Turin. Wenn alles klappt, will sie 2026 zur Fasnet nach Friedrichshafen kommen, um den Preis, nämlich eine Woche Friedrichshafen, zu genießen. Luisa war schon einmal in Friedrichshafen und freut sich auf die Begegnung mit Bekannten und Freunden am Bodensee.
Aus Friedrichshafen waren Ende August 15 junge Seglerinnen und Segler vom Württembergischen Yachtclub mit ihren kleinen „Optis“ im großen Mittelmeer bei Imperia. Die Aufnahme und die Begegnungen im Yachtclub Porto Maurizio waren freundschaftlich und die Jugendlichen hatten auch stets gutes Segelwetter. Unser Verein hatte – neben anderen Sponsoren – diese Jugendbegegnung mit 300 Euro unterstützt. Die Leiterin Magdalena Maisch bedankt sich auch sehr herzlich im Namen der Jugendlichen.
Ausfahrt aus dem Hafengemeinsam mutig aufs große MeerGruppenbild im Hafen von Maurizio
Unser Stand am Sonntag 6. Juli mit dem Angebot eines „Bruschetta-Teller“
Das Interkulturelle Stadtfest 2025 in Friedrichshafen war ein farbenfrohes und vielfältiges Ereignis, das die Stadt und ihre Bewohner mit einer großen Portion Gastfreundschaft und Offenheit präsentierte. Im Mittelpunkt des Festes stand die Förderung des interkulturellen Austauschs und der Völkerverständigung, Werte, die in unserer globalisierten Welt von immer größerer Bedeutung sind.
Der Städtepartnerschaftsverein Amici-di-Imperia.de, der sich für die Pflege und Vertiefung der Beziehungen zwischen Friedrichshafen und anderen Städten einsetzt, war mit einem eigenen Stand vertreten. Hier boten die Mitglieder des Vereins eine Köstlichkeit aus der italienischen Küche an: Bruschetta. Diese kleinen, mit Tomaten, Basilikum und Olivenöl belegten Toasts waren nicht nur ein Gaumenschmaus, sondern auch ein Symbol für die kulinarische Vielfalt und den kulturellen Reichtum, den internationale Beziehungen mit sich bringen.
Während des Festes hatten Besucher die Gelegenheit, verschiedene Kulturen und Traditionen kennenzulernen. Es gab Musik- und Tanzvorführungen aus aller Welt, Ausstellungen von Kunsthandwerk und eine Vielzahl von Essensständen, die die kulinarische Vielfalt unserer globalen Gemeinschaft präsentierten. Jeder, der teilnahm, konnte sich von der positiven Energie und der herzlichen Atmosphäre des Festes mitnehmen.
Der Städtepartnerschaftsverein Amici-di-Imperia.de trug mit seiner Teilnahme am Interkulturellen Stadtfest 2025 maßgeblich zur Verwirklichung dieser Ziele bei. Durch die Präsentation italienischer Kultur und die Förderung des Austauschs zwischen den Menschen verschiedener Nationen leistete der Verein einen wertvollen Beitrag zur Stärkung der Völkerverständigung und des europäischen Gedankens.