Städtepartnerschaften in Europa sollen Begegnungen und Zusammenarbeit zwischen Menschen verschiedener Länder fördern. Sie stärken das gegenseitige Verständnis, bauen Vorurteile ab und fördern kulturellen, schulischen und wirtschaftlichen Austausch. Damit tragen sie zu Freundschaft, Frieden und europäischer Zusammenarbeit bei.
Im Umfeld von Bodensee und Oberschwaben gibt es Menschen die nach Süden blicken und eine Städtepartnerschaft mit einer italienischen Gemeinde pflegen.
Amici di Imperia unterstützt das Trainingslager des Württembergischen Yacht-Club in Imperia.
Der WYC berichtet über ein besonders erfolgreiches Trainingslager in Imperia vom 05.-12.09.2026. Schon bei der Ankunft wurden sie von den Freunden des Porto Maurizio Yacht Club (PMYC) mit offenen Armen empfangen. Die herzliche Gastfreundschaft und die große Hilfsbereitschaft des gesamten Teams sorgten dafür, dass sie sich von Beginn an willkommen fühlten und optimale Bedingungen für eine intensive Trainingswoche vorfanden.
Neben den sportlichen Fortschritten auf dem Wasser konnten die jungen Seglerinnen und Segler auch in diesem Jahr wichtige Erfahrungen für ihre persönliche Entwicklung sammeln. Durch die Selbstversorgung in der Unterkunft war jede und jeder gefordert, Verantwortung zu übernehmen. Beim Einkaufen, Kochen, Tischdecken, Spülen und den täglichen Vorbereitungen für das Training packten alle mit an und leisteten ihren Beitrag zum Gelingen des gemeinsamen Aufenthalts.
So war das Trainingslager in Imperia nicht nur ein wertvoller sportlicher Baustein, sondern auch eine wichtige Schule für Selbstständigkeit, Zusammenhalt und soziale Kompetenzen.
Der Württembergische Yacht-Club ➚ bedankt sich ausdrücklich für die finanzielle Unterstützung die der Verein „Amici di Imperia“ e.V. unter Leitung von Josef Büchelmeier erbrachte.
Wir bieten eine einmalige Gelegenheit, in der wunderschönen Region Ligurien im Umfeld unserer Partnerstadt Imperia das eigene Olivenöl zu ernten. Sie erfahren viele Hintergründe über das ligurische Olivenöl, die Tradition der Trockenmauern, die Ernteverfahren und die moderne Herstellung von Olivenöl.
„Ein ligurisches Kaninchen geht absolut nur mit Weißwein“ erklärte Patrizia Carbone, die Köchin aus Imperia, mit klaren Worten den neugierigen Teilnehmern ihres Kurses. Patrizia Carbone bot schon zum zweiten Mal Kochkurse in Friedrichshafen an. Der Verein „Amici di Imperia“, der sich intensiv der Partnerschaft und den Kontakten zwischen den Menschen beider Städte widmet, hatte wie schon 2025 auch dieses Jahr wieder Kochkurse mit „Patti“ organisiert.
Patrizia Carbone bot 2026 zwei Themen an: Einen Kurs mit Fleisch, also Kaninchen und einen zweiten mit Fisch, genauer gesagt mit Sepia, also Tintenfisch. Beides sind typische Gerichte aus der Partnerstadt Imperia am Mittelmeer. Dazu machte man Nudelgerichte und verschiedene Nachtische. Die vier Stunden des Kurses verflogen im Nu. Die Teilnehmer lernten hier viel über die verschiedenen Teige der italienischen Küche, zum Beispiel „Pasta matta“ oder über die Käsesorte „Stracchino“ und die „Trombette di Albenga“, welche Patrizia direkt aus Ligurien mitgebracht hatte. Dieses Gemüse wird ähnlich verwendet wie Zucchini.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schätzten es besonders, dass ihnen nicht nur viele Zutaten und Abläufe genau erklärt wurden, sondern, dass auch Selbermachen möglich war. Die Herstellung von Pesto im Mörser oder die Befüllung eines Glases mit Tiramisu brauchten viel Gefühl. Und der Spaß kam nicht zu kurz, wenn Patrizia in ihrer unnachahmlichen italienischen Art ihre Anleitungen formulierte: „Allora“ – und weiter ging es mit dem nächsten Gericht, bis am Ende alle zufrieden am Tisch saßen und die leckeren Speisen genießen konnten. Die Kurse fanden dieses Jahr in dem schönen Ambiente vom Kochstudio Fränkel ➚ statt.
Olivenöl aus Lucinasco
In Begleitung von Patrizia war Cristina Armato nach Friedrichshafen gekommen. Sie betreibt den Familienbetrieb als Olivenbäuerin ➚ in fünfter Generation. In ihrem Dorf Lucinasco – im Hinterland von Imperia – hat sie etwa 3000 Olivenbäume. Ihr Öl ist vielfach prämiert und auch bei vielen Menschen in Friedrichshafen bekannt und beliebt. Mit dem Verein der „Amici di Imperia“ zusammen hat sie nämlich die Aktion ins Leben gerufen, „Adoptiere einen Olivenbaum“. Die Baumpaten bekommen dann jährlich ihr Öl aus Lucinasco. Cristina zeigte im Rahmen des Kochkurses bei einer Degustation, wie man gutes Olivenöl erkennt und richtig verkostet. Der Partnerschaftsverein organisiert wieder eine Reise zur Olivenmesse Anfang November in Imperia und zur Olivenernte im Dorf Lucinasco.
Bilder
Torta verde, Lasagne al pesto, Coniglio alla LigureFocaccia di Recco, Zemin di SeppieKonzentration, Freude und Spaß beim Kochen
Eine Besuchergruppe der Partnerstadt Imperia 🇮🇹war Ende Juli 2026 zu Gast in Friedrichshafen.
Am Donnerstag, 23.07.2026, trafen sich die Besucher mit ihren Gastfamilien im Lammgarten zur Begrüßung und zum gemeinsamen Abendessen.
Im Lammgarten am SeeGiulia und SaraWurstsalat – oh la la…Gäste und Gastgeber schauen erwartungsvoll auf die nächsten Tage
Freitag, 24.07.2026, Besuch im Rathaus, Zeppelinmuseum, Sommerfest
Bürgermeister Stauber und Giulia die Vorsitzende der Amici di FriedrichshafenNach dem Rathausbesuch – ein ErinnerungsfotoMaurizio überreicht die Plakette der Kameradschaft der „Polizia di Stato“Geschenke stärken die Freundschaft
In seiner Begrüßung unterstrich Bürgermeister Dieter Stauber die besondere Bedeutung der Städtepartnerschaft, die seit vielen Jahren von persönlichen Begegnungen und dem großen ehrenamtlichen Engagement der Partnerschaftsvereine „Amici di Imperia“ und „Amici di Friedrichshafen“ lebt. Sein Dank galt allen Beteiligten, die sich mit viel Einsatz für den Austausch zwischen den beiden Städten engagieren.
Wie lebendig die Städtepartnerschaft ist, zeigen zahlreiche gemeinsame Projekte: So fanden in den Osterferien Trainingslager der U14-Fußballmannschaft des VfB Friedrichshafen und einer Leichtathletikgruppe in Imperia statt. Auch Auftritte von Chören und Orchestern sowie der Jugendaustausch mit dem Württembergischen Yachtclub, der in diesem Sommer bereits zum zweiten Mal durchgeführt wird, stärken die Verbindung zwischen den beiden Städten.
BM Stauber wünschte den Gästen eine schöne Zeit in Friedrichshafen und viele bereichernde Begegnungen. Freundschaften über Ländergrenzen hinweg seien, so BM Stauber, gerade in der heutigen Zeit ein wertvolles Zeichen für Zusammenhalt und ein lebendiges Europa.
Ein Besuch des Zeppelin Museums rundete den offiziellen Teil ab.
Aktive Grillmeister
Am späten Nachmittag trafen sich die Imperiesi mit den Vereinsmitgliedern zum Sommerfest am Bodenseeufer…
Der Samstag, 25.07.2026, galt zunächst einer Schifffahrt auf dem Bodensee und einer Stadtbesichtigung in Lindau.
Abends war das Picknick-Konzert „Flower Power“ des Stadtorchesters Friedrichshafen im Strandbad angesagt. Auf dem Programm standen legendäre Hits aus den 60er- und 70er Jahren.
Sonntags kamen Gäste und Gastgeber nochmals zu einem Abschiedstreffen am Stadtbahnhof zusammen.
..danke vielmals für alles! Das war eine sehr tolle Erfahrung – ich werde es nie vergessen“.
Giulia Laurano, Präsidentin Amici di Friedrichshafen
Das Sommerfest war wieder mal bestens besucht und eine Gelegenheit zum Austausch, zu Gesprächen und vielerlei Leckereien vom Grill oder dem Salatbuffet. Die Auswahl war überwältigend. Und die Grillmeister Uli und Heribert haben alle Wünsche der Gäste erfüllt – fast bis an die Grenze ihrer Kapazität. Und es hat allen geschmeckt. Danke den beiden.
Bilder von Irmgard Sollinger
Das Treffen bot viele Gelegenheiten um sich mit den Besucherinnen und Besuchern aus Imperia auszutauschen, viele Vereinsmitglieder konnten ihre italienischen Sprachkenntnisse zur Geltung bringen.
Vier Städte am Bodensee und in Oberschwaben haben vier italienische Partnerstädte, die in Norditalien nicht weit voneinander entfernt sind. Weingarten ist verbunden mit Mantua, Ravensburg mit Rivoli, Friedrichshafen mit Imperia und Langenargen mit Noli.
So entstand der Plan, einmal eine Reise zu unseren vier italienischen Partnern zu unternehmen. Jede unserer Partnerstädte hat einen eigenen Charakter, eine eigene Geschichte und auch die Entstehung und die Pflege der Partnerschaften ist wieder eine eigene Geschichte.
Diese Reise zeigt uns die Schönheiten der jeweils anderen Partnerstädte und weitet Ihre Erfahrungen zu Lombardei, Ligurien und Piemont aus. Eine gute Chance zum Kennenlernen von vier Partnerstädten in Norditalien.
Bilder von Matthias Keller in der „Galleria il Rondò“
Der Friedrichshafener Künstler Matthias Keller stellt seine jüngsten Werke unter dem Titel „Malerei zwischen Konstruktion und Dekonstruktion“ in der Stadt Imperia aus. Mit Unterstützung der beiden Partnerschaftsvereine – Amici di Friedrichshafen und Amici di Imperia – sowie durch Unterstützung aus beiden Partnerstädten wurde diese Ausstellung möglich.
Zur Vernissage und der Einführung durch Josef Büchelmeier kamen am Mittwoch, 27. Mai 2026, zahlreiche Kunstfreunde und Künstler aus Imperia und Umgebung; einige waren sogar aus Friedrichshafen angereist. Zwei Jugendliche des „Open Orchestra“ von Marco Reghezza gaben der Eröffnungsveranstaltung eine musikalische Note.
Den Text zur Eröffnung können Sie sowohl hier als auch in der Ausstellung selbst hören.
Die Bilder von Matthias Keller bestechen durch verführerische Farbgebung und ihre geometrischen Formen, die den Betrachter herausfordern sollen. Trotz der Schönheit auf den ersten Blick möchte der Künstler auch Schrecken, Chaos und Verwirrung auslösen.
Die Ausstellung wird bis zum Sonntag, 28. Juni in Imperia jeweils am Freitag, Samstag und Sonntag von 17-20 Uhr zu sehen sein. Die Galleria Il Rondò befindet sich an der Piazza Dante im Stadtteil Oneglia. Die Betreuung teilen sich die beiden Partnerschaftsvereine.
Am 1. Mai fuhr das Sinfonieorchester Friedrichshafen um 6 Uhr am Bodensee los und spielte um 21 Uhr am selben Tag ein glanzvolles Konzert in der Basilica San Giovanni von Oneglia am Mittelmeer.
Die Kirche war rappelvoll, der Bürgermeister Scajola und seine Frau waren anwesend, es war ein sehr schönes Zeichen der Verbundenheit zwischen Friedrichshafen und Imperia.
Am Tag drauf konzertierten die Musiker nochmals in Sanremo – diesmal in der Lutheranischen Kirche (siehe Titelbild). Auch hier in einer kleineren, aber vollen Kirche. Alles war möglich durch unsere guten Kontakte, die Unterstützung der „Amici di Friedrichshafen“ – auch durch manche Aktion im Hintergrund – so hatte zum Beispiel der Journalist Marco Vallarino genau passende Artikel vorab veröffentlicht. Übrigens konnte der Bus mit den wertvollen Instrumenten durch die Vermittlung von Maurizio Mammino (Amici di Friedrichshafen) dreimal kostenlos und gesichert im Hof der Firma OlioCarli „übernachten“.
Hermann Locher bei der Einführung zum Konzert
Die Musikerinnen und Musiker des Sinfonieorchesters Friedrichshafen und Direktor Joachim Trost waren am Ende der Reise sehr zufrieden mit den Auftritten am Mittelmeer und allen Erlebnissen.
Hier möchte ich noch ein Lob an Groh-Reisen loswerden; Gerhard Groh hat für diese Konzertreise viel geleistet, was nicht immer einfach war. Pfarrer Don Alessandro Ferrua hatte als Geschenk ein aktuelles Foto des Konzerts vorbereiten lassen und nach dem Konzert allen Mitwirkenden je ein Foto überreicht.
Studentin aus der Partnerstadt erlebte närrisches Friedrichshafen
„Gockelores – Kikeriki“ – der Gruß der Seegockel klang nach einem Tag in Friedrichshafen aus dem Mund von Luisa Passino schon ganz professionell. Einen „Carnevale“ dieser Wildheit mit solchen Masken kannte Luisa von Italien nicht. Den Carneval von Venedig oder den auch in Imperia üblichen Kinderfasching – ja das kannte die 19jährige Studentin schon. Sie war nun auf Einladung des Vereins „Amici di Imperia“ eine Woche am Bodensee, und konnte hier die alemannische Fasnet erleben.
Das Programm für sie begann mit dem Rathaussturm am Schmotzigen Donnerstag. Ein kurzer Besuch im Rathaus beim verkleideten Team der Bürgermeister und ein Foto mit Oberbürgemeister Simon Blümcke waren ein erster Auftakt zu dem bunten Treiben der süddeutschen „Fasnet“. Abends dann ein erster Höhepunkt mit dem Hemdglonkerumzug in Konstanz. Luisa staunte über die fröhliche und freundliche Stimmung der vielen Menschen in den engen Gassen.
Den Narrenumzug vom Samstag in Friedrichshafen konnte sie zusammen mit anderen Narren auf der Tribüne der Narrenzunft Seegockel verfolgen. Ihr Handy kam nicht zur Ruhe vor lauter Videos, die sie von den Maskengruppen machte, die stundenlang vorbeizogen. Ein interessanter Tag wurde dann der Rosenmontag, als sie in einer Familie beim Herstellen von Fasnetsküchle die verschiedenen Arten dieses typischen Gebäcks kennenlernte.
„Ich bin zum zweiten Mal in Friedrichshafen und kann nur wiederholen, wie glücklich ich bin, diese wunderbare Gelegenheit zu haben, nicht nur, weil es eine großartige Möglichkeit ist, in die deutsche Kultur einzutauchen, sondern auch, weil die Stadt wirklich sehr schön ist, die Menschen freundlich und großzügig sind und mir viele Erfahrungen ermöglicht haben, sowohl in der Stadt als auch in der Umgebung, am Bodensee.“
Luisa Passino hat diese Einladung nach Friedrichshafen vom Partnerschaftsverein als Geschenk erhalten, weil sie im Abitur 2025 die beste Note im Fach Deutsch erreichte. Die „Amici di Imperia“ möchten damit eine Belohnung für Schülerinnen und Schüler in Imperia vergeben und den Deutschunterricht unterstützen.
Luisa besuchte in dieser Woche am See auch Ravensburg und das Kunstmuseum sowie die Stadt Sankt Gallen. Sie kennt jetzt viele Orte in der Bodenseeregion. Aber auch typische Gerichte wie Maultaschen, Zwiebelrostbraten oder Kässpätzle wird sie nicht mehr vergessen. So fremde kulinarische Genüsse wie die Bratwurst im Brötchen, Krautschupfnudeln und Glühwein schreckten die neugierige Studentin aus Imperia überhaupt nicht ab. „Ich werde auf jeden Fall schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen, die ich mit Freunden und Familie teilen kann, insbesondere an die berühmte Fasnacht (den traditionellen Karneval in Süddeutschland). In dieser Zeit ist die Atmosphäre unbeschreiblich und es lohnt sich wirklich, sie selbst zu erleben.“ Am Aschermittwoch ging es zurück an ihre Universität in Turin, wo Luisa „Internationales Recht“ studiert. Vom Bodensee, der Partnerstadt Friedrichshafen und der Fröhlichkeit der Fasnet wird sie noch viel zu erzählen haben. „Ich hoffe, nächstes Jahr wiederzukommen, noch besser mit Kostümen ausgestattet und immer bereit, die berühmten Fasnetsküchle zu essen. Ich kann nur sagen: Gockelores-Kikeri“
In diesem Jahr werden wir wieder einen solchen Aufenthalt an den / die Schüler/in mit der besten Note im Deutschabitur vergeben. Wenn es bei einem unserer Mitglieder eine mögliche Unterkunft gibt, und auch wenn sich Personen finden, die das Programm begleiten möchten – bitte beim Vorstand melden.